Versteckte Millionen in Österreichs Serverräumen

Stefan Tauchhammer, Geschäftsführer von Software ReUse, macht auf das versteckte finanzielle Potenzial ungebrauchter Software-Lizenzen aufmerksam.
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Österreichische Unternehmen lassen jährlich bis zu 20 Millionen Euro ungenutzt liegen – gebunden in nicht mehr benötigte Software-Lizenzen. Während Budgets unter Druck stehen, schlummert in vielen Serverräumen also ein oft übersehener Vermögenswert: Durch den Weiterverkauf alter Lizenzen könnten allein bei Microsoft rund 30 Millionen Euro pro Jahr freigesetzt werden, über alle Anbieter hinweg sogar bis zu 60 Millionen Euro. Ein genauer Blick in die IT-Bestände lohnt sich also.
Wien, 25. März 2026 – Während Unternehmen in wirtschaftlich schweren Zeiten sparen und jede Ausgabe genau prüfen, bleibt ein zentraler finanzieller Hebel oft ungenutzt: In österreichischen Serverräumen sind Millionenbeträge in Form von nicht mehr benötigten Software-Lizenzen gebunden. Allein bei Microsoft-Lizenzen könnten jährlich rund 30 Millionen Euro freigesetzt werden, über alle Hersteller hinweg sogar bis zu 60 Millionen Euro – Kapital, das vorhanden ist und Budgets spürbar entlasten würde und dennoch in vielen Unternehmen übersehen wird.

In den Serverräumen österreichischer Unternehmen liegen oft unentdeckte Vermögenswerte: ungenutzte Software-Lizenzen. Was viele IT-Abteilungen als Nebenthema betrachten, entwickelt sich zunehmend zu einem relevanten Finanzhebel. Expert:innen schätzen, dass in Österreich allein bei Microsoft-Perpetual-Lizenzen jährlich ein Marktvolumen von rund 90 Millionen Euro generiert wird – davon 50 Millionen durch Unternehmen und 40 Millionen im öffentlichen Sektor. Ein beträchtlicher Teil davon bleibt jedoch ungenutzt in IT-Beständen gebunden.

Mit dem zunehmenden Wechsel zu Cloud-Modellen bleiben zahlreiche klassische Dauerlizenzen in Unternehmen zurück. Diese können jedoch legal weiterverkauft werden – und damit bislang gebundenes Kapital wieder freigesetzt werden“, erklärt Stefan Tauchhammer, Gründer und Geschäftsführer von Software ReUse.

Millionenpotenzial durch ungenutzte Lizenzen
Seinen Schätzungen zufolge könnten rund 30 Prozent dieser Lizenzen nach einem Wechsel auf Cloud-Modelle tatsächlich weiterverkauft werden. Das entspricht in Österreich einem potenziellen Marktvolumen von etwa 30 Millionen Euro pro Jahr allein bei Microsoft-Lizenzen. Berücksichtigt man weitere große Software-Anbieter wie Oracle, VMware by Broadcom oder Adobe, könnte sich dieses Volumen sogar auf bis zu 60 Millionen Euro jährlich erhöhen.

Der Ankaufspreis für gebrauchte Software-Lizenzen liegt typischerweise bei durchschnittlich etwa einem Drittel des ursprünglichen Neupreises“, erklärt Tauchhammer. Damit könnten österreichische Unternehmen jährlich rund 20 Millionen Euro an gebundenem IT-Kapital wieder mobilisieren. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten, in denen Unternehmen ihre Kostenstrukturen überprüfen müssen, gewinnt dieses Thema an Bedeutung.

Lizenzstrategie als wertvoller Finanzhebel
Viele Unternehmen betrachten Software-Lizenzen ausschließlich aus technischer Perspektive“, sagt Tauchhammer. „Dabei handelt es sich faktisch um Vermögenswerte in der Bilanz. Wer seine Lizenzbestände regelmäßig analysiert, kann erhebliche Budgets freisetzen. Unsere größten Ankäufe bei österreichischen Firmen lagen weit über 500.000 Euro.“

Eine systematische Lizenzbestandsanalyse kann zeigen, welche Lizenzen noch benötigt werden und welche durch den Umstieg auf Cloud-Lösungen oder neue Softwaregenerationen obsolet geworden sind. Bei Bedarf führt Software ReUse auch eine kostenlose Schätzung bestehender und unnötig gewordener Software-Bestände durch.

Nachhaltiger Umgang mit Software
Neben dem finanziellen Effekt gewinnt auch der Nachhaltigkeitsaspekt an Bedeutung: Der Weiterverkauf von Software-Lizenzen verlängert deren Nutzungsdauer und vermeidet unnötige Neuanschaffungen – ein Ansatz, der zunehmend auch von IT- und Beschaffungsabteilungen im öffentlichen Sektor berücksichtigt wird.

Markt mit wachsender Aufmerksamkeit
Der Handel mit gebrauchten Software-Lizenzen ist in der Europäischen Union seit dem wegweisenden EUGH-Urteil von 2012 rechtlich zulässig und gewinnt seit einigen Jahren an Dynamik. Dennoch ist vielen Unternehmen noch nicht bewusst, welche finanziellen Potenziale in ihren bestehenden Lizenzbeständen liegen.

Deshalb kann sich ein genauer Blick in die eigenen IT-Inventare lohnen. Denn in vielen Serverräumen schlummern nicht nur Daten, sondern auch Millionenwerte“, so Tauchhammer abschließend.
Software ReUse
Software ReUse ist auf den Handel mit gebrauchten Software-Lizenzen spezialisiert. Der Fokus liegt auf dem europäischen B2B-Markt. Seit 2011 ermöglicht das Unternehmen Organisationen, nicht mehr benötigte Software-Lizenzen rechtssicher zu verkaufen und gleichzeitig qualitativ gleichwertige gebrauchte Lizenzen zu deutlich reduzierten Kosten zu erwerben. Durch transparente Prozesse, umfassende Dokumentation und rechtssichere Lizenz-Übertragungen unterstützt Software ReUse Unternehmen dabei, ihre IT-Budgets effizient zu nutzen und bestehende Software-Assets nachhaltig zu verwerten. Zu den Kund:innen zählen Unternehmen unterschiedlichster Branchen sowie öffentliche Einrichtungen, die ihre Software-Beschaffung wirtschaftlicher und ressourcenschonender gestalten möchten. www.software-reuse.eu
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