Keine Pauschallösungen, keine fertigen Antworten: Beim Green Job Event des Kinderbüros der Universität Wien standen persönliche Wege und Erfahrungen im Mittelpunkt. 46 Schüler:innen der 7. und 8. Schulstufe der OMSi Glasergasse trafen im DOCK auf Expert:innen aus verschiedenen klima‑ und umweltbezogenen Berufsfeldern und erhielten dabei Einblicke in Bildungswege, berufliche Umwege und klimarelevante Berufstätigkeiten.
Wien, 29. April 2026 – Keine Pauschallösungen, keine fertigen Antworten: Beim Green Job Event des Kinderbüros der Universität Wien standen persönliche Wege und Erfahrungen im Mittelpunkt. 46 Schüler:innen der 7. und 8. Schulstufe trafen im DOCK Expert:innen aus verschiedenen klima‑ und umweltbezogenen Berufsfeldern und erhielten dabei Einblicke in Bildungswege, berufliche Umwege und klimarelevante Berufstätigkeiten.
Über notwendige Maßnahmen für Klima und Umwelt wird seit Jahren intensiv gesprochen. Welche konkreten beruflichen Möglichkeiten damit verbunden sind, bleibt für Jugendliche jedoch oft abstrakt. Beim Green Job Event des Kinderbüros der Universität Wien im DOCK rückten daher nicht Schlagworte, sondern reale Arbeitswege in den Mittelpunkt.
Zwei Schulklassen der 7. und 8. Schulstufe der OMSi Glasergasse trafen auf Expert:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung im Kontext von Klima‑ und Umweltschutz, um in kleinen Breakout‑Sessions miteinander ins Gespräch zu kommen.
Statt idealisierter Karrieregeschichten erzählten die eingeladenen Gesprächspartner:innen offen von ihren Bildungsbiografien, ihren Zweifeln, Zufällen und davon, was sie bis heute antreibt. Die Jugendlichen nutzten den vertrauten Rahmen, um Fragen zu stellen, die im schulischen oder familiären Kontext oft keinen Platz haben: Was, wenn man nicht weiß, was man werden will? Was, wenn Pläne scheitern?
„Diese Art des Austausches ist viel zu selten“, so Karoline Iber, Geschäftsführerin des Kinderbüros der Universität Wien. „Jugendliche erleben Expert:innen als Menschen, die auch mal unsicher und ohne Plan waren, während Erwachsene einen ehrlichen Einblick in die Fragen, Sorgen und Hoffnungen junger Menschen bekommen.“
Klima- und Umweltberufe: Breites Spektrum, unterschiedliche Wege
Vertreten waren neun Expert:innen, die eines verband: ihre Arbeit im Kontext von Zukunfts‑ und Klimafragen. Die Spannbreite reichte von Ernährungswissenschaft und Lebensmittelhandel über Medizin und Pharma, Energieversorgung, Handwerk und Tischlerei bis hin zu Umweltverwaltung und universitärer Forschung.
„Die neuen klima‑ und umweltfreundlichen Berufsfelder kommen in der klassischen Berufsorientierung oft nur am Rand vor oder werden sehr abstrakt vermittelt“, so die Erfahrung des Lehrers Gideon Leitner. „Durch die Art der dialogischen Veranstaltung werden Green Jobs für die Schüler:innen erfahrbar gemacht. Man nimmt sich Zeit und arbeitet in Kleingruppen – dafür ist in der Schulrealität keine Zeit und es gib nicht genügend Ressourcen.“ Daher legte das Kinderbüro Wert darauf, ein Format zu entwickeln, das Green Jobs konkret, greifbar und persönlich vermittelt: als sinnstiftende Tätigkeiten, die viele unterschiedliche Fähigkeiten brauchen und ganz unterschiedliche Wege erlauben.
„Die Vielfalt der anwesenden Expert:innen machte sichtbar, wie breit das Feld sogenannter ‚Green Jobs‘ tatsächlich ist“, betonen die Organisatorinnen des Events, Susanne Schramm und Elke Turnheim vom Kinderbüro, und vermittelte den jungen Menschen gleichzeitig eine zentrale Erkenntnis: „Dass es nicht den einen, geradlinigen Weg dorthin gibt.“
Green Job Event als Teil von DOCK for Change
Das Green Job Event bildete den Abschluss des dritten Themenzyklus‘ von DOCK for Change, einem dreijährigen, co‑kreativen Lernprozess des Kinderbüros der Universität Wien im Rahmen eines Programms des Klima- und Energiefonds und der FFG. DOCK for Change verbindet Klima- mit Demokratiebildung, Wissenschaftsvermittlung und Entrepreneurship Education – stets mit dem Anspruch, junge Menschen ernst zu nehmen und aktiv einzubinden.
Weitere Informationen unter www.kinderbuero-uniwien.at/dockforchange/