Neue Green Claims Regeln für Marketing: Ende September wird es ernst Ab 27. September gelten in Österreich strengere Vorgaben für Umwelt und Nachhaltigkeitsaussagen. Was bisher gängige Marketingpraxis war, kann künftig unzulässig sein. Claims, Kampagnen und Werbemittel gehören daher jetzt auf den Prüfstand. Genau hier setzt die Weiterbildung „Certified Sustainability Experts-Program“ des Marketing Club Österreich an und vermittelt Marketing und Kommunikationsverantwortlichen das notwendige Basis-Wissen und alle Informationen für die neuen Anforderungen. Der nächste Durchgang startet im Oktober. „Nachhaltig“, „grün“, „umweltfreundlich“ oder „klimaneutral“: Solche Begriffe gehören seit Jahren zum Vokabular von Marken und Unternehmen. Mit 27. September ändern sich die Spielregeln. Die neuen Bestimmungen zur Umsetzung der europäischen EmpCo Richtlinie setzen deutlich engere Grenzen dafür, wie Unternehmen mit Umwelt und Nachhaltigkeit werben dürfen. „Damit können bisher gebräuchliche Claims zum Risiko werden. Nachhaltigkeit bleibt ein wichtiges Thema für Marken, aber die Zeiten vager grüner Versprechen sind vorbei. Marketingverantwortliche müssen künftig sehr genau wissen, was hinter einem Claim steht und ob er einer Überprüfung standhält. Das erfordert mehr Wissen und verändert die Verantwortung im Marketing deutlich“, warnt Regina Loster, Geschäftsführerin des Marketing Club Österreich. Nachhaltigkeitskommunikation wird zur Fachdisziplin Genau an dieser Schnittstelle setzt das „Certified Sustainability Experts-Program“ des Marketing Club Österreich an. Die bereits etablierte Weiterbildung richtet sich an Marketing und Kommunikationsverantwortliche sowie Führungskräfte, die Nachhaltigkeit im Unternehmen verankern und fundiert kommunizieren wollen. Expert:innen aus Marketing, Beratung und Recht vermitteln Wissen zu ESG und Nachhaltigkeit, Green Marketing, Greenwashing, regulatorischen Anforderungen und glaubwürdiger Nachhaltigkeitskommunikation. Die Weiterbildung verbindet digitale Formate mit Präsenzworkshops und konkreten Anwendungsfällen aus der Praxis. „Grün“ reicht nicht mehr Die neuen Regelungen sollen Konsument:innen besser vor irreführenden Umweltaussagen und Greenwashing schützen. Für Unternehmen bedeutet das: Die eigene Kommunikation gehört jetzt auf den Prüfstand, von Websites und Social Media über Verpackungen und Broschüren bis hin zu Kampagnen und klassischer Werbung. Besonders allgemeine Umweltaussagen geraten in den Fokus. Begriffe wie „grün“, „umweltfreundlich“ oder „ökologisch“ dürfen künftig nicht mehr ohne entsprechende Grundlage verwendet werden. Wer mit Umweltvorteilen wirbt, muss präziser werden und seine Aussagen belegen können. Strengere Vorgaben gelten ebenso für Nachhaltigkeitssiegel sowie bestimmte Klima und Zukunftsversprechen. Nachhaltigkeitssiegel müssen auf einem Zertifizierungssystem beruhen oder von staatlichen Stellen festgesetzt worden sein. Produktbezogene Aussagen wie „klimaneutral“, die auf der Kompensation von Treibhausgasemissionen beruhen, werden unzulässig. Für Marketing und Kommunikationsabteilungen entsteht damit konkreter Handlungsbedarf. Welche Green Claims sind derzeit im Einsatz? Sind die Aussagen ausreichend belegt? Welche Siegel werden verwendet? Und entsprechen bereits geplante Kampagnen den neuen Anforderungen? Diese Fragen sollten Unternehmen jetzt klären. Marketingabteilungen müssen jetzt handeln „Viele Nachhaltigkeitsbegriffe haben sich über Jahre ganz selbstverständlich in der Unternehmenskommunikation etabliert. Genau diese Routine kann jetzt zum Problem werden. Marketing und Kommunikationsverantwortliche müssen wissen, welche Aussagen zulässig sind, welche Nachweise sie dafür benötigen und wo die rechtlichen Grenzen liegen“, sagt Barbara Niederschick, Kursleiterin der MCÖ-Weiterbildung. Die Konsequenz kann jedoch nicht sein, Nachhaltigkeit künftig weniger zu kommunizieren. Vielmehr steigen die Anforderungen an die Qualität der Kommunikation. Aussagen müssen konkreter, nachvollziehbarer und belegbar werden. Marketingverantwortliche brauchen daher neben Kommunikationskompetenz zunehmend fundiertes Wissen über Regulatorik, ESG und Nachhaltigkeitsmanagement. Der nächste Durchgang des „Certified Sustainability Experts-Program“ startet am 06. Oktober 2026. Teilnehmer:innen erhalten nach Abschluss des Programms eine Teilnahmebestätigung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Personenzertifizierung zum „Corporate Sustainability & ESG Beauftragten“ nach Austrian Standard. Weitere Informationen und Anmeldung: https://weiterbildung.landing.marketingclub.at/